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Mitteilungen 2011



erstellt am: 06.01.2011

5 Jahre EU-Strategie gegen Übergewicht und Adipositas: EU-Kommission zieht Bilanz

Bericht der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher der Europäische Kommission zu den Fortschritten der Implementierung der „Strategie für Europa im Hinblick auf gesundheitsbezogene Themen im Bereich Ernährung, Übergewicht und Adipositas“ vom Dezember 2010

06. Januar 2011


Fünf Jahre nach Entwicklung einer europäischen Strategie im Hinblick auf die gesundheits-relevanten Themen Ernährung, Bewegung, Übergewicht und Adipositas hat die EU-Kommission auf Basis einer externen Evaluierung im Dezember 2010 erstmals Bilanz gezogen.

Der Bericht hebt lobend hervor, dass die Plattform alle Stakeholder zusammenbringt, die sonst keine oder wenig Dialogmöglichkeiten hätten. Aktionen und Dialog hätten ein breiteres Interesse für Ernährungsfragen erzeugt, Public-Health-Initiativen seien entwickelt worden, die Evidenzbasis würde fortgesetzt weiterent-wickelt, Aktionen würden konsolidiert und über unterschiedliche Maßnahmen an Bedeutung auf EU-Ebene gewinnen.

Gleichwohl gebe es wenig Anzeichen für eine Abnahme der erst vor kurzem identifizierten negativen Trends im Hinblick auf Übergewicht und Adipositas. Darüber hinaus könnte die derzeitige ökonomische Krise zusätzlich und EU-weit negative Wirkung auf die Ernährungsmuster der Nationen haben, insbesondere auf solche mit hoher Vulnerabilität. Die Kommission rät deshalb allen Stakeholdern ihre Selbstverpflichtungs-erklärungen im Kampf gegen Übergewicht und Adipositas beizubehalten und sogar auszuweiten. Der Implementationsstand zeige beträchtliche Variationen sowohl innerhalb von Politikbereichen als auch innerhalb der Mitgliedstaaten.

Das höchste Maß an Implementierung zeigten Informations- und Aufklärungskampagnen sowie die Bereitstellung von Kampagnenleitlinien zur Förderung von Bewegung und zur Einbindung körperlicher Aktivität in die Schulcurricula; es gebe jedoch wenig Information im Hinblick auf Frequenz und Dauer der eingesetzten Maßnahmen.

Als fortdauernde Aufgabe bezeichnet die Kommission die Förderung von Verhalteskodizes im Bereich der an Kinder gerichteten Werbung für fett-, salz- und zuckerreiche Lebensmittel.

2011 wird als ein Schlüsseljahr bezeichnet, da für Ende des Jahres der "Umsetzungsbericht der EU-Richtlinie zu Audiovisuellen Mediendiensten" (http://ec.europa.eu/avpolicy/reg/avms/index_en.htm) erwartet wird . Dieser Bericht wird ermitteln, ob die Selbstregulierung gut klappt oder ob eine gesetzliche Regelung notwendig ist.

Mehr Diskussionsbedarf hinsichtlich geeigneter Ansätze sieht die Kommission z.B. beim Monitoring von Werbung und bei kinderbezogenen Marketingkodizes. Für beide Bereiche sollen zukünftig bestehende Rechtsvorschriften überprüft werden.

Die Kommission rät, in den kommenden Jahren den Fokus mehr auf Gebiete auszurichten, in denen gegenwärtig weniger Aktion stattfindet, wie die Verfügbarkeit gesunder Nahrung und die Möglichkeiten körperlicher Aktivität am Arbeitsplatz sowie die Verfügbarkeit gesunder Wahloptionen durch Initiativen zur Veränderung von Produktrezepturen. Betriebliche Gesundheitsförderung sei besonders wichtig, da sie Hochrisikopopulationen für chronische Erkrankungen abdecken kann, die traditionellerweise keine Zielgruppen für Public Health- Initiativen sind.

Die externe Evaluierung kommt zu dem Schluss, dass die Plattform im Hinblick auf bedeutsame Selbstregulierungsinitiativen, wie Marketing und Werbung für Kinder sowie Rezepturverbesserungen für Lebensmittel Ergebnisse erzielt hat, diese aber verbessert werden könnten, u.a. im Hinblick auf ihre Relevanz und die Auswirkung ihrer Selbstverpflichtungen. Insbesondere wurde unterstrichen, dass greifbarere Ergebnisse erzielt würden, wenn eine größere Breitenwirkung ermöglicht und Selbstverpflich-tungen schneller umgesetzt würden. Zwei Arbeitsgruppen werden zukünftig die Zielvorgaben der Plattform und das Monitoringsystem der Selbstverpflichtungen der Plattformmitglieder verbessern.

Bis 2013 will die EU-Kommission nachweisliche Ergebnisse liefern. Dabei soll der freiwillige, nicht vorschreibende „bottom-up“- Ansatz, der die Selbstverantwortung bei den Stakeholdern belässt, weiterhin zentral den Erfolg der Plattform ausmachen.

Den Originalbericht finden Sie hier:



Weitere Informationen:
ec.europa.eu/health/nutrition_physical_activity/docs/implementation_report_en.pdf


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