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Mitteilungen 2011



erstellt am: 29.04.2011

Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht ersten Gesundheitsbericht zu nichtübertragbaren Krankheiten

29. April 2011

Die nichtübertragbaren Krankheiten sind massiv auf dem Vormarsch und heute bereits Todesursache Nr. 1 weltweit. Am härtesten trifft es die Populationen der Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Allein im Jahr 2008 starben 36 Millionen Menschen (63% aller Todesfälle) an den vier häufigsten nichtübertragbaren Krankheiten Herzkreislauferkrankungen (17 Mio.), Krebs (7,6 Mio.), Lungen-erkrankungen (4,2 Mio.) und Diabetes (1,3 Mio.), die zusammen 80 Prozent der nichtübertragbaren Krankheiten ausmachen.

Ein Großteil der nichtübertragbaren Erkrankungen wäre vermeidbar durch Reduktion der vier wichtigsten verhaltensbedingten Risikofaktoren Rauchen, körperliche Inaktivität, Alkoholmissbrauch und ungesunde Ernährung, so die WHO. Als weitere metabolisch/physiologisch Ursachen werden benannt: Bluthochdruck, Übergewicht und Adipositas, erhöhte Blutcholesterinwerte und krebsassoziierte Infektionen.

Die WHO nennt als bestgeeignete, da leicht realisierbare, kosteneffektive und deshalb möglichst umgehend einzuleitende Präventionsmaßnahmen bevölkerungsweite Interventionen, wie:

- Anti-Tabak-Regelungen
- Werbeverbote und Besteuerungen von Tabak und Alkohol
- die Reduktion der Salzaufnahme und des Salzgehalts in Lebensmitteln
- den Ersatz von Fetten mit hohem Transfettsäuregehalt durch Fette mit hohem Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren
- die Förderung von gesünderer Ernährung und mehr Bewegung, auch mit Hilfe von Massenmedien.

Als ebenfalls empfehlenswerte kosteneffiziente Populationsstratgien werden u.a. folgende Maßnahmen benannt:

- Förderung des Stillens und ergänzende Beikost
- Werbebeschränkungen für Lebensmittel mit hohem Salz-, Fett- und Zuckergehalt, insbesondere für an Kinder gerichtete Werbung
- Besteuerung/Subventionen für Lebensmittel zur Förderung gesunder Ernährung

Folgende Maßnahmen seien aufgrund hoher Evidenz zwar empfehlenswert, es fehlten derzeit jedoch Studienergebnisse zur Kosteneffizienz:

- Gestaltung eines gesunden Ernährungsumfelds in Schulen
- Ernährungsinformation und -beratung in der gesundheitlichen Versorgung
- Nationale Leitlinien zur körperlichen Aktivität
- Schulbasierte Bewegungsprogramme für Kinder
- Betriebliche Gesundheitsförderung im Bereich Bewegung und gesunde Ernährung
- Kommunale Programme zur Förderung von Bewegung und geünderer Ernährung
- Städtebauplanung zur Förderung der Bewegung

Der Bericht ist Teil des Aktionsplans der WHO für eine Globale Strategie zur Prävention und Kontrolle der nichtübertragbaren Krankheiten (2008-1013). Er richtet sich an Politiker, Gesundsheitsadministrationen, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, der Wissenschaft und von relevanten Sektoren außerhalb des Gesundheitsbereichs, Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und der Zivilgesellschaft. Der Bericht versteht sich als globaler Statusbericht sowie Road-Map für die Nationen, indem er konkrete Empfehlungen zum Monitoring und zu messbaren Gesundheits-Indikatoren gibt und prioritäre, koordinierte Aktionen vorschlägt. Ein zweiter Bericht soll 2013 erscheinen und Fortschritte dokumentieren.



Weitere Informationen:
www.who.int/nmh/publications/ncd_report2010/en/


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