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erstellt am: 17.09.2008

„Hoodia“ - Präparate zur Gewichtsabnahme nicht empfehlenswert

17. September 2008

Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) rät Verbrauchern davon ab, „Hoodia“ (auch: “Houdia“) - Produkte zur Gewichtsabnahme zu kaufen. Tabletten und Kapseln mit Extrakten aus der südafrikanischen, kakteenähnlichen Pflanze Hoodia gordonii werden im Internet als natürliche Appetitzügler auf rein pflanzlicher Basis zur Gewichtsreduktion ohne Nebenwirkungen beworben und verkauft.

„Es existieren derzeit keine publizierten wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegen, dass Hoodia-Produkte oder ihr Inhaltsstoff „P57“ bei Menschen die Gewichtsabnahme fördern können“, so Dr. Stefan Engeli, Adipositasforscher und Mitglied im Beirat der DAG. „Auch zu möglichen Nebenwirkungen beim Menschen gibt es keine Studien, deshalb sind darüber keine Aussagen möglich“, so Engeli.
Eine anorexigene Wirkung wird dem Oxypregnanglycosid P57 nachgesagt. In medizinischen Literatur-datenbanken finden sich ca. 18 Publikationen zum Thema Hoodia/P57, die sich weitgehend der Identifikation und Analytik von P57 widmen. Lediglich drei methodisch schwache tierexperimentelle Studien vermitteln den Eindruck einer appetithemmenden Wirkung.

Hoodia-Präparate sind derzeit weder als Arzneimittel, noch als Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungs-mittel für den deutschen Markt zugelassen. Sie sind daher in Deutschland nicht verkehrsfähig und damit illegal. „Das Produkt ist als Novel Food [neuartiges Lebensmittel] eingestuft. Ein Antrag auf Zulassung wurde bisher nicht gestellt. Damit ist der Handel mit diesen Produkten in der Europäischen Union nicht zulässig“, so Dr. Wolfgang Schmid vom Bayrischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Darüber hinaus warnte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) schon 2006 vor den Auswirkungen des ausufernden Handels mit Hoodia. Da die Pflanze in ihrem Bestand stark gefährdet ist, unterliegt sie den Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzabkommens.
„Wer Hoodia-Präparate direkt im Ausland oder über ausländische Foren im Internet kaufen will, braucht eine Ausfuhrgenehmigung aus dem Herkunftsland und eine Einfuhrgenehmigung für Deutschland“, so Prof. Dr. Dietrich Jelden, Leiter der Abteilung Artenschutzvollzug bei BfN. Auch Endverbraucher machten sich strafbar, wenn sie Hoodia-Produkte direkt oder online von einem Händler beziehen, der diese illegal erworben hat, so Jelden.

Einen Fernsehbeitrag zum Thema finden Sie in der Mediathek unter dem Stichwort "Hoodia" bei 3-Sat ( www.3-sat.de)


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