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erstellt am: 26.05.2009

Kalorienschlacht: überflüssig und schädlich

25. Mai 2009

Mit Befremden haben wir zur Kenntnis genommen, dass heute ein Fleisch-Wettessen zwischen den VfB-Fussballern und den Cougars-Footballern im Lübecker Restaurant „Enjoy“ stattfinden soll und dass Sat 1 diese „Kalorien-Schlacht“ auch noch filmen und damit bundesweit bekannt machen wird.
Folgendes haben wir daran auszusetzen:
Die Bürger in Deutschland sind heute bereits mehrheitlich übergewichtig, jeder fünfte ist sogar schon adipös, d.h. stark übergewichtig und aus medizinischer Sicht behandlungsbedürftig. Folgekrankheiten des Übergewichts belasten bereits heute unser Gesundheitssystem übermäßig. Auch die Bundesregierung hat diese gefährliche Entwicklung für unsere Bevölkerung und unsere Sozialsysteme erkannt und im letzten Jahr die Kampagne „In Form“ ins Leben gerufen, die eine Trendwende zum Ziel hat und bis zum Jahr 2020 die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland messbar senken soll.
Die Medien sind aufgefordert, mit verantwortungsvollen Beiträgen an diesem Ziel mitzuwirken.
Aus Sicht der Deutschen Adipositas-Gesellschaft setzt die geplante „Kalorien-Schlacht“ damit definitiv ein falsches Signal. Hier werden Leistungssportler mit hohem Identifikationspotential für Jugendliche angehalten, sich in eine sinnlose Fressorgie zu stürzen. Nicht nur, dass der Fleischkonsum bei deutschen Männern ohnehin zu hoch ist (wie die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie kürzlich gezeigt haben) und dass diese Art der „Sporternährung“ sportliche Spitzenleistungen geradezu verhindert - darüber hinaus wird die Völlerei als Volksbelustigung zur Schau gestellt und damit verharmlost.
Zu viel Essen ist ein dem Rauchen vergleichbares Gesundheitsrisiko. Aus unserer Sicht ist diese Aktion genauso überflüssig und schädlich, als wenn Sie die Sportler zu einem Wettbewerb im Kettenrauchen oder im Komasaufen animieren würden.

Dr. Stefanie Gerlach
für den Vorstand der Deutschen Adipositas-Gesellschaft

am 25.05.09 versandt als online-Kommentar an die Lübecker Nachrichten und als Pressekommentar an Herrn Albert Albers, Studioleiter des Regionalstudios Kiel von Sat1.


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