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erstellt am: 27.06.2008

Grundsteinlegung für Paradigmenwechsel zur Lösung des Adipositasproblems - DAG zum Nationalen Aktionsplan "IN FORM"

27. Juni 2008

„Unsere Initiative war erfolgreich!“ – so kommentierte gestern Prof. Dr. med. Manfred J. Müller, Präsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) den Beschluss des Nationalen Aktionsplans „IN FORM“ zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängende Krankheiten“ durch das Bundeskabinett am Vortag.

„Mit dem Startschuss zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für gesunde Ernährung und mehr Bewegung erkennt die Bundesregierung die Meinung der Experten an, dass das Problem des in Deutschland grassierenden Übergewichts und die damit verbundenen hohen Krankheitskosten von mehr als 70 Mrd. € nicht mehr rein medizinisch durch die Behandlung einzelner Betroffener gelöst werden kann“, so der Präsident. „Da die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland heute bereits übergewichtig ist, müssen wir davon ausgehen, dass das Übergewicht auch eine biologische Anpassungsleistung des Organismus an krankmachende Lebensumwelten ist, die unsere ungünstigen Konsum- und Bewegungsgewohnheiten fördern“, fuhr Müller fort. „Wir begrüßen daher, dass in Zukunft nicht mehr allein traditionelle Strategien der individuellen Verhaltensprävention (Information, Aufklärung, Gesundheitserziehung) verfolgt werden sollen“, so Müller.

Mit dem Schwerpunkt „Lebenswelten“ und dem Ziel, gesündere Ernährung, mehr Bewegung und daher mehr Lebensqualität im Alltag für alle Bürger zu ermöglichen, zeige die Bundesregierung, dass die Botschaften der DAG und anderer medizinischer Fachgesellschaften angekommen seien. „Damit ist der Grundstein für den notwendigen Paradigmenwechsel zur langfristigen Lösung des Adipositasproblems und seinen Folgeerkrankungen gelegt“, stellte Müller fest. Dieser Erfolg sei nur möglich gewesen, weil alle Experten an einem Strang gezogen hätten, bedankte sich der Präsident bei seinen Kollegen in der DAG und den anderen Fachgesellschaften sowie bei den beteiligten Berufsverbänden.

Kritisch sehen die Experten der DAG, dass problematische Teile unserer Lebenswelten, wie z.B. das Fernsehen und die Autoindustrie bisher nicht in den Nationalen Aktionsplan einbezogen wurden. Auch verspreche das Prinzip der Freiwilligkeit, z.B. bei der Nährwertkennzeichnung, wenig Erfolg. Dennoch sei der Nationale Aktionsplan ein Anfang, den die Experten als Chance begreifen: „Wir werden die hier formulierten Ideen und Strategien unterstützen und den Prozess weiterhin wissenschaftlich und politikberatend begleiten“, kündigte der Präsident an.

Auch wenn der Nationale Aktionsplan erfolgreich umgesetzt wird, ist eine schnelle Trendwende in der Zahl übergewichtiger Menschen in Deutschland nicht zu erwarten. „Der Beschluss des Bundeskabinetts bringt uns ein großes Stück weiter – wir befinden uns aber erst am Anfang eines langen Weges. Auch in Zukunft werden wir daher in unseren Bemühungen im „Kampf“ gegen die Adipositas nicht nachlassen“, so der Ausblick des Präsidenten.
Bereits seit dem letzten Jahr setzen sich die Aktivitäten der DAG auch im gemeinsamen Engagement mit der Deutschen Diabetes Gesellschaft im „Nationalen Aktionsforum Diabetes Mellitus“ (NAFDM) fort. Ein Nationaler Aktionsplan „Diabetes mellitus“ ist für das Jahr 2010 angekündigt.



Weitere Informationen:
www.openpr.de/news/222691.html


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