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Pressemitteilungen 2010



erstellt am: 26.02.2010

DAG ist Bündnispartner im Streit für europaweite Ampelkennzeichnung

23. Februar 2010

Der Streit um eine europäische Regelung zur Nährwertkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen zwischen Nahrungsmittelindustrie und Vertretern von verbraucher-, patienten- und gesundheitsorientierten Vereinigungen geht in die entscheidende Runde: seit Ende Januar wird in den EU-Ausschüssen debattiert, Mitte März wird im EU-Parlament über die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung abgestimmt.

„Seit Jahren verzeichnen wir in Deutschland und in Europa zunehmende ernährungsmitbedingte Erkrankungen bei steigendem Kostendruck im Gesundheitswesen. Wenn die Politik die Eigenverant-wortung der Bürger für Ihre Gesundheit stärken will, sollte sie Ihnen auch Hilfen an die Hand geben, die es ihnen ermöglichen kann, in einer „adipogenen“ (Übergewicht fördernden) Umwelt gesundheitsbewusstere (Kauf-)Entscheidungen zu treffen“, fordert Prof. Dr. med. Hans Hauner, Präsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG). Wie aktuelle Umfragen gezeigt hätten, seien Kennzeichnungssysteme mit Ampelfarben für die Mehrheit der Verbraucher am verständlichsten.
„In einem gemeinsamen Brief mit unseren Bündnispartnern setzen wir uns daher im Vorfeld der Abstimmung bei den deutschen Mitgliedern des Europäischen Parlaments für eine verständliche und verbraucherfreundliche Ampelkennzeichnung ein“, so der Präsident. „Es macht keinen Sinn, den Verbrauchern visuelle Informationen vorzuenthalten, die sie nachgewiesen als zusätzliche Entscheidungs-hilfe wahrnehmen“, so Hauner weiter. „Hier geht es um Transparenz der Information für den einfachen Bürger, der mit der von der Nahrungsmittelindustrie favorisierten Regelung in abstrakten Zahlen (GDA-Kennzeichnung) überfordert ist“, stellt der DAG-Präsident klar.

Die Kernforderungen des verbraucher-, patienten- und gesundheitsorientierten Bündnisses sind:
1) Die Kennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung sollte Informationen über den Brennwert (Kalorien), über Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz enthalten.
2) Angaben über den Anteil dieser Inhaltsstoffe sind als leicht verständliche Entscheidungshilfe farblich zu untermalen, in Form einer „Nährwertampel“: Rot kennzeichnet einen hohen, Gelb einen mittleren und Grün einen geringen Anteil. Die ernährungsphysiologische Bewertung muss auf der Grundlage unabhängiger wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgen.
3) Auf der Rückseite sollten ergänzende Informationen zu den „Big Eight“ in einer Nährwerttabelle aufgeführt werden (Brennwert, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Natrium/Salz).
4) Die Nährwertkennzeichnung sollte aufgrund des zunehmend globalisierten Lebensmittelmarktes europaweit verpflichtend eingeführt werden

Weitere Unterzeichner im Bündnis sind: der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), der Spitzen-verband der Gesetzlichen Krankenversicherungen, der AOK-Bundesverband, die Bundesärztekammer, der Verband der Kinder- und Jugendärzte, diabetesde, die Deutsche Herzstiftung und der Bundeselternrat.



Weitere Informationen:
www.vzbv.de/go/presse/1271/index.html


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