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Pressemitteilungen 2013



erstellt am: 30.07.2013

Adipositas-Gesellschaft freut sich für Kate und William und prognostiziert:
Baby George wird kein dickes Kind


München, den 30. Juli 2013 Anlässlich des freudigen Ereignisses der Geburt im Englischen Königshaus vor einer Woche wagt der Vorstand der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) eine ungewöhnliche Prognose: Baby George, die „Nr. 3“ in der Thronfolge, habe die besten Voraussetzungen, im Kindes- und Jugendalter nicht unter Gewichtsproblemen zu leiden, so Präsident Prof. Dr. med. Martin Wabitsch.

„Baby George hat schlanke Eltern und Großeltern, sowohl von Vater-, als auch von Mutterseite - eine Veranlagung für Übergewicht ist deshalb mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weder genetisch vererbt noch im Mutterleib durch den Stoffwechsel der Mutter ungünstig geprägt worden. Das allein reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Übergewichts schon um etwa die Hälfte (Übergewichtsrisiko ÜR -50%), so Kinder- und Jugendarzt Wabitsch. „Der kleine Prinz ist mit Normalgewicht zur Welt gekommen – das ist ebenfalls günstig für seine weitere Gewichtsentwicklung (ÜR -5%), seine Mutter Kate hat während ihrer Schwangerschaft nicht geraucht (ÜR -10%). Wenn sie ihr Baby stillt, statt es mit der Flasche zu füttern, kann sie die Wahrscheinlichkeit für späteres Übergewicht um weitere 10 % senken.“, rechnet Wabitsch vor.

Kate und William seien außerdem finanziell bestens gestellt und „hoch“ gebildet, deshalb wissen sie wie wichtig eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung für ihren Sohn sind, mutmaßt Wabitsch: „Sie werden deshalb verhindern, dass der Kleine regelmäßig Süßigkeiten, Eis und Pizza, Chips, Pommes und anderes Fast Food in größeren Mengen isst oder dass er seinen Durst mit Limos, Säften, Multivitaminsäften, Energydrinks, Bubble Tea, Sport - oder Colagetränken stillt. Im Königshaus isst man traditionell morgens zum Frühstück wahrscheinlich „Porridge“ – Haferflocken in Wasser und Milch gekocht, mit frischem Obst dazu – und keine überzuckerten Frühstückszerealien oder andere, eher ungesunde „Kinderlebensmittel“, vermutet Wabitsch. Damit können die Eltern den Grundstein legen für ein langfristig gesundes Ess- und Trinkverhalten., das Baby George auch in seinem späteren Leben noch vor Übergewicht schützen werde (ÜR - 10%). „Außerdem werden sie Klein-George auf Schulen schicken, in denen die Verpflegung höchsten Qualitätsansprüchen genügen wird – das ist heute leider weder in England noch bei uns in Deutschland der Regelfall.“, kritisiert Wabitsch.

„Sport hat an traditionellen, englischen Eliteschulen einen hohen, auch gesellschaftlichen Stellenwert. Schüler an solchen Schulen entwickeln sich nicht zu „Couch-Potatoes“, sondern lernen fürs Leben, dass Bewegung und Entspannung zusammen gehören. Es wird dort auch nicht vorkommen, dass Lehrer, die für Sport nicht ausgebildet sind, dieses Fach übernehmen müssen oder dass der Sport häufig ausfällt, wie das an vielen Regelschulen in Deutschland der Fall ist, so Prof. Matthias Blüher, Präsident elect der DAG.

„Als moderne Royals wollen Kate und William ihren Kindern ein möglichst „normales“ und intaktes Familienleben ermöglichen“, so Prof. Martina de Zwaan, Vizepräsidentin der DAG. „Wenn ihnen das gelingt, kann die emotionale Nähe zu ihrem Kind, das Wahrnehmen und angemessene Eingehen auf seine Bedürfnisse sowie das gemeinsame Bewältigen von Konfliktsituationen Baby George emotional stabilisieren und vermeiden, dass emotionale Verstimmungen, wie Traurigkeit, Langeweile, Frust oder Angespanntheit schon im Kindesalter mit Essen ausagiert werden müssen (ÜR -10%)“, so die Expertin für Essverhalten.

Baby George werde außerdem wahrscheinlich nicht vor dem Fernseher geparkt, weil die Eltern arbeiten müssen oder stressüberlastet und genervt sind oder vielleicht keinen Kitaplatz bekommen – stattdessen wird es gut ausgebildete und entspannte Nannies geben, die gerne verhindern werden, dass Baby George im Kinderfernsehkanal von speziell auf Kinder ausgerichtete Werbung für zu süße, zu fette, zu salzige „Kinderlebensmittel“ überflutet wird, führt Wabitsch weiter aus.

„Ob in England oder Deutschland - normalgewichtig sein und bleiben wird immer mehr zum Privileg in einer rundum übergewichtsfördernden Umwelt“, so Wabitsch. Deshalb sei es so wichtig, „verhältnispräventive“ Maßnahmen im Präventionsgesetz zu verankern, das Ende September noch im Bundesrat beraten werden muss. „Falls das Gesetz vor der Wahl noch durchkommt, sollte es in der kommenden Legislaturperiode nachgebessert werden“, so der Präsident der DAG.

Für sonstige gesundheitliche Gefahren im Leben von Baby George, wie dem Verschlucken von Diamantohrringen, Alkoholexzessen in der Pubertät, Sportunfällen beim Polo und Ähnlichem lege er allerdings seine Hand nicht ins Feuer, so der Präsident augenzwinkernd.


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