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Pressemitteilungen 2013



erstellt am: 10.10.2013

Stefan Engeli erhält Gesundheitspreis 2013 der „Stiftung Rufzeichen Gesundheit!“
Gewicht abnehmen mit “low carb“ oder „low fat“? – Egal, Hauptsache nachhaltig!

München, den 10. Oktober 2013 Zucker- und kohlenhydratarm essen oder besser Fett einsparen – für wen ist welche Strategie am besten geeignet zum Gewichtabnehmen – und vor allem: zum Gewichthalten und zur langfristigen Verbesserung des Stoffwechsels? Seit Jahren diskutieren darüber selbsternannte, aber auch renommierte Experten. Der diesjährige Gesundheitspreis der „Stiftung Rufzeichen Gesundheit!“ des Wort & Bild Verlages geht an PD Dr. Stefan Engeli, Vorstandsmitglied der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) e.V. und Leiter eines Forschungsprojektes im Kompetenznetz Adipositas, für seine herausragenden Arbeiten zum Metabolischen Syndrom.

„„Low carb“ oder „low fat“ - letztlich ist es egal, welche kalorienreduzierende Strategie angewendet wird, um Gewicht abzunehmen – Hauptsache, die Strategie passt zu der Person, die sie anwenden will. Und die passende energiereduzierte Kostform ist immer diejenige, mit der Sie oder Er langfristig am besten zurechtkommt. Denn das erhöht die Chancen auf einen Langzeiterfolg.“, fasst Engeli zusammen. Außerdem zeigten die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe, dass der Erfolg einer Gewichtsreduktionsmaßnahme nicht ausschließlich an der erreichten Gewichtsabnahme gemessen werden sollte, denn: „Blut- und Leberwerte profitieren nachhaltiger, als es die Waage anzeigt.“, so der Preisträger.

Privatdozent Dr. med. Stefan Engeli untersuchte an der Medizinischen Hochschule Hannover in einer großangelegten Gewichtsreduktionsstudie 170 Menschen mit einem Body Mass Index (BMI) über 27 kg/m2, die zufällig zu einer von zwei verschiedenen Diäten mit unterschiedlichem Fett- und Kohlenhydratgehalt zugeteilt wurden. Sechs Monate nach Abschluss der Diät und nochmals etwa 2,5 Jahre später wurden die Teilnehmer umfangreich untersucht. Kein einziger der deutlich durch Gewichtsreduktion verbesserten Messwerte (Körpergewicht, Taillenumfang, Fettmasse im Bauchraum, Blutdruck, Blutzucker, Herzgröße, Leberverfettung) wurde nur durch die eine, aber nicht durch die andere Diät beeinflusst. Überraschenderweise zeigte sich auch in der Langzeitnachbeobachtung, dass Leberverfettung und Blutzuckerwerte noch deutlich unter den Ausgangswerten lagen, obwohl die Teilnehmer inzwischen etwas mehr als die Hälfte des ursprünglich reduzierten Körpergewichts wieder zugenommen hatten.

„Engeli trägt mit seinen Forschungsergebnissen erheblich dazu bei, die Behandlung der Adipositas in Deutschland zu modernisieren und das metabolische Syndrom erfolgreicher zu verstehen und zu therapieren. Mit dieser Auszeichnung wird wieder einmal ein Vorstandsmitglied der Deutschen Adipositas Gesellschaft mit einem der angesehensten deutschen Gesundheitspreise prämiert!“, freut sich DAG-Präsident Prof. Dr. med. Martin Wabitsch.

Prof. Dr. med. Manfred J. Müller, Sprecher des Kompetenznetzes Adipositas, sieht insbesondere den relativ langen Nachbeobachtungszeitraum der Studie erwähnenswert. Die Sammlung detaillierter Daten über den Verlauf der Körperzusammensetzung und verschiedener Stoffwechselparameter seien von zentraler Bedeutung

Quellen:
  1. S. Haufe, V. Haas, W. Utz, A.L. Birkenfeld, S. Jeran, J. Böhnke, A. Mähler, F.C. Luft, J. Schulz-Menger, M. Boschmann, J. Jordan, S. Engeli:
    Long-Lasting Improvements in Liver Fat and Metabolism Despite Body Weight Regain After Dietary Weight Loss. Diab Care (2013) Aug 20 [Epub ahead of print]
  2. W. Utz, S. Engeli, S. Haufe, P. Kast, J. Böhnke, V. Haas, M. Hermsdorf, S. Wiesner, M. Pofahl, J. Traber, F.C. Luft, M. Boschmann, J. Jordan, J. Schulz-Menger:
    Moderate dietary weight loss reduces myocardial steatosis in obese and overweight women. Int J Cardiol (2013) 167: 905-909
  3. S. Haufe, W. Utz, S. Engeli, P. Kast, J. Böhnke, M. Pofahl, J. Traber, V. Haas, M. Hermsdorf, A. Mähler, A. Busjahn, S. Wiesner, C. Otto, H. Mehling, F.C. Luft, M. Boschmann, J. Schulz-Menger, J. Jordan:
    Left ventricular mass and function with reduced-fat or reduced-carbohydrate hypocaloric diets in overweight and obese subjects. Hypertension (2012) 59: 70-75
  4. W. Utz, S. Engeli, S. Haufe, P. Kast, M. Hermsdorf, S. Wiesner, M. Pofahl, J. Traber, F.C. Luft, M. Boschmann, J. Schulz-Menger, J. Jordan:
    Myocardial steatosis, cardiac remodelling and fitness in insulin-sensitive and insulin-resistant, obese women. Heart (2011) 97: 1585-1589
  5. S. Haufe, S. Engeli, P. Kast, J. Böhnke, W. Utz, V. Haas, M. Hermsdorf, A. Mähler, S. Wiesner, A.L. Birkenfeld, H. Sell, C. Otto, H. Mehling, F.C. Luft, J. Eckel, J. Schulz-Menger, M. Boschmann, J. Jordan: Randomized comparison of reduced fat and reduced carbohydrate hypocaloric diets on intrahepatic fat in overweight and obese human subjects. Hepatology (2011) 53: 1504-1514
  6. S. Haufe, S. Engeli, P. Budziarek, W. Utz, J. Schulz-Menger, M. Hermsdorf, S. Wiesner, C. Otto, V. Haas, A. de Greiff, F.C. Luft, M. Boschmann, J. Jordan:
    Cardiorespiratory fitness and insulin sensitivity in overweight or obese subjects may be linked through intrahepatic lipid content. Diabetes (2010) 59: 1640-1647

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.


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