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Pressemitteilungen 2019



erstellt am: 01.10.2019

Verbraucher haben entschieden
Klöckner punktet mit Nutri-Score


Berlin, 01. Oktober 2019 – Sieg für den Nutri-Score auf ganzer Linie! – Das war das Ergebnis der Verbraucherumfrage zur erweiterten Nährwertkennzeichnung, das Julia Klöckner gestern selbst in Berlin vorstellte. „Wir freuen uns sehr über das eindeutige Votum der Verbraucher, das im Einklang mit unserer eigenen Verbraucherumfrage positiv für den Nutri-Score ausgefallen ist. Wir begrüßen, dass die Ernährungsministerin den Weg für den Nutri-Score in Europa ebnen und sich für eine Vereinheitlichung der Nährwertkennzeichnung stark machen will. Wir plädieren an Frau Klöckner, nun auch Nägel mit Köpfen zu machen und sich für eine verpflichtende Nutri-Score-Kennzeichnung in Europa einzusetzen!“, kommentiert Professorin Dr. med. Martina de Zwaan, Präsidentin der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG).

Die Verbraucher haben sich eindeutig für eine praktikable, alltagstaugliche, vertrau-enswürdige, schnelle und einfach verständliche Orientierungshilfe mit eindeutig ver-ständlicher Farbgebung im Hinblick auf die gesundheitliche Gesamtbewertung eines Lebensmittels entschieden – ohne Brille und intuitiv, quasi im Vorbeigehen erkennbar. Am besten gelang das mit dem Nutri-Score, der mit 57% die absolute Mehrheit erhielt, 28% entschieden sich für das MRI-Modell („Wegweiser Ernährung“), 7% für das schwedische Keykole (Schlüsselloch-Symbol) und nur 4% für das Modell der Lebensmittelindustrie. Verstanden haben die Verbraucher auch, dass sie Detailinformationen zur Nährwertzusammensetzung weiterhin über die Nährwerttabelle auf der Rückseite erhalten.

„Uns freut besonders, dass der NutriScore die Ergebnisse unserer Verbraucherumfrage noch einmal bestätigt: besonders groß ist die Zustimmung bei sonst für Prävention eher schwer erreichbare Gruppen: Personen mit geringer formaler Bildung (63 %) und starkem Übergewicht (64%) sowie bei Personen, die sich selten oder gar nicht mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln beschäftigen (67%) oder bei denen der Gesund-heitswert von Lebensmitteln bislang selten oder nie (67%) ein Kriterium für den Ein-kauf war. Diese Ergebnisse lassen den Nutri-Score als geeignetes Hilfsmittel für die Adipositasprävention erscheinen: er hat so tatsächlich das Potential, einen gesunden Einkauf zu erleichtern“, so de Zwaan, Psychosomatikerin und Psychotherapeutin an der Medizinischen Hochschule Hannover.

In dem sich anschließenden politischen Prozess erfolgt zunächst eine eine Abstimmung des Verordnungsentwurfs mit der Koalition, die Kanzlerin und der Bundesrat müssen zustimmen und Klöckner muss das Modell bei der EU-Kommisssion notifizieren lassen, damit Hersteller es rechtssicher nutzen können.
Ein hoher Durchdringungsgrad der Produkte mit dem neuen Label wird entscheidend für die Breitenwirkung sein, deshalb müssen die Hersteller und Händler möglichst bald flächendeckend mitziehen. Julia Klöckner kündigte an, die Deutsche Ratspräsidentschaft 2020 nutzen zu wollen, um für eine Vereinheitlichung der freiwilligen Lebensmittelkennzeichnung in der EU mit dem NutriScore zu werben.
Nach Meinung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft ist ein verpflichtender Nutri-Score in Europa die bessere Alternative. Dazu wollte sich Julia Klöckner gestern aber nicht einlassen.



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